Trauer

     

    Siehe die Trauer, sie ist Trauernden einziger Trost.

     - R. Hamerling -

     

    Trauer

    Trauer hat in unserer heutigen schnelllebigen Zeit keinen Platz mehr. Sie ist ein unwillkommener Gast in einer Zeit in der ewige Schönheit und Jugendwahn vorherrschend sind. Es gibt in der heutigen Gesellschaft leider nur wenige Möglichkeiten, seine Trauer und Traurigkeit auszuleben.

    Nur wenige Menschen sind in der Lage, mit diesem Thema umzugehen. Ich möchte mit meinem Beruf als Trauerbegleiterin, eine geeignete und angemessene Plattform schaffen. Das soll dazu dienen, dass sich Menschen, die sich in einer Trauerphase befinden, sich bei mir in der Beratungsstunde Rat und den nötigen Austausch finden.

    Trauernde sollen die Möglichkeit haben mit mir in Kontakt zu treten, evtl .auch mit anderen Menschen, die sich in einer vergleichbaren Situation befinden. z.b. in einem Trauerkreis.

    Menschen die einen Verlust erlitten haben, sollen die Möglichkeit haben, über Ihre Gefühle zu sprechen. Nach einer anfänglichen Isolationsphase, folgt oft der Wunsch nach Kontakt und Austausch.

    Narben auf dem Körper, sind ein Zeichen das man gelebt hat.
    Narben auf der Seele, sind ein Zeichen das man geliebt hat.

    Trauer ist kein statisches Phänomen oder eine Krankheit. Trauer ist ein Prozess.
    Trauerprozesse sehen bei jedem Menschen anders aus.
    Trauerprozesse zeigen sich in allen Bereichen des menschlichen Lebens.
    z.b. Emotionen, Kognitionen, Sozialkontakten und im Körper.

    Die Trauer ist eine natürliche Reaktion. Trauer ist nicht heilbar und nicht lösbar. Trauer muss durchlebt werden wie andere Prozesse auch. z.b. Geburt und Pubertät.

    Verluste entstehen, durch verschiedene Ursachen. Durch Tod, Trennung, Umzug, Reifung und Veränderung eines Menschen, durch Krankheit und Alterung, aus eigener Entscheidung oder gegen den eigenen Willen.

    Verlust kann sich auf einen Menschen beziehen (Tod, Trennung oder Scheidung). Auch Ding wie Elternhaus, Arbeitsstelle oder sogar der Verlust eines Körperteils. Auf andere Lebewesen v.a. Haustiere und auf ideelle Dinge z.b. wie Hoffnung.

    Fazit: Trauern ist eine natürliche Reaktion auf den Verlust eines Menschen oder einer Sache zu denen eine sinnerfüllte Beziehung bestand.